Beruflicher Aufstieg über Fachschulen

Facharbeiter in einem Metallberuf? Wissbegierig? Im Besitz von Führungsqualitäten?

All diese Fragen konnte Leo Mayer für sich mit einem Ja beantworten und hat sich deshalb vor knapp zwei Jahren an der Gewerblichen Schule Backnang (GSBK) für die Fachschule für Technik mit Schwerpunkt Maschinenbau angemeldet. Mittlerweile steht er zusammen mit fast 45 Gleichgesinnten kurz vor den Abschlussprüfungen zum „Staatlich geprüften Techniker“ und kann auf eine Ausbildung zurückblicken, in der er in Theorie, Praxis und Übungsfirma auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorbereitet wurde, die er als Geselle verlassen hat und in die er – falls in den nächsten Monaten alles nach Plan läuft – als Mitglied des mittleren Managements wieder eintreten wird. Die Übungsfirma hat seit fast 20 Jahren ein Alleinstellungsmerkmal im Rems-Murr-Kreis und vertieft das eigenständige, verknüpfende und teamgebundene Arbeiten unter realitätsnahen Bedingungen besonders.

Doch nicht nur im Schonraum Schule wird innovativ gearbeitet. „Zusätzlich zu den Schulprojekten muss ich eine Technikerarbeit erstellen, die eine betriebliche Problemstellung und den eigens entwickelten Lösungsansatz in einem Unternehmen sach- und fachgerecht dokumentiert.“

So ist er dann gerüstet für die Anforderungen, die in den Kernbereichen Fertigungstechnik, Konstruktion und Qualitätsmanagement auf ihn zukommen. Doch auch Betriebswirtschaftslehre, Betriebliche Kommunikation oder Projektmanagement sind wichtige Bestandteile dieser ganzheitlichen Ausbildung, die nach zwei Jahren Vollzeitunterricht zusätzlich mit einer Fachhochschulreife und bei entsprechendem Ehrgeiz mit der Zusatzqualifikation des Ausbildungseignungsscheins und des KMK-Fremdsprachenzertifikats belohnt wird. „Vertiefen kann man seine individuellen Interessen außerdem im Bereich des Wahlpflichtfaches“, sagt Leo und ergänzt: „Am liebsten hätte ich ja sowohl CAD/CAM als auch SAP gewählt...“

Neben der Fachschule für Technik bietet die GSBK Facharbeitern auch ohne Berufserfahrung eine optimale Anschlussmöglichkeit für eine berufliche Weiterqualifikation. Über zwei Jahre hinweg wird man in der Meisterschule berufsbegleitend pro Woche 18 Schulstunden an mehreren Tagen abends und an den Schulsamstagen auf die Prüfung vor der Handwerkskammer Stuttgart vorbereitet. Geboten werden hierfür sowohl die fachlichen Prüfungsteile I und II (Fachpraxis mit CNC-Technik und die Fachtheorie mit Feinwerktechnik, Mathematik, Konstruktion, Kalkulation sowie die Fächer Auftragsabwicklung und Betriebsorganisation), als auch die allgemeinen Teile III und IV (Rechnungswesen, Rechtskunde, Berufs- und Arbeitspädagogik). Die „Meister im Handwerk“ sind nachgefragte Führungskräfte, die nicht nur praktische Fähigkeiten besitzen, sondern auch im Rahmen der Ausbildung Fertigkeiten vermitteln können.

Und zum Schluss das Beste von allem: Seit diesem Schuljahr greift die Schulgeldfreiheit auch bei diesen beiden Schularten!

Bewerbungen um einen der begehrten Plätze in den Fachschulen können noch bis Ende August eingereicht werden.

Nähere Infos nebst Telefonnummern von Ansprechpartnern gibt es auf unseren Fachschul-Seiten oder am Infoabend am 2. Juni um 18 Uhr an der GSBK.

 

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